U20 männlich: 2. Platz Hamburger Meisterschaften

Die U20-Jungs des Rissener Sportvereins sind Hamburger Vize-Meister und qualifizieren sich damit für die Norddeutschen Meisterschaften in Schwerin.

Nach dem zweiten Platz im letzten Jahr bei der Hamburger Meisterschaft U18 war es das ausgegebene Ziel, diese Platzierung auch bei der U20 in diesem Jahr zu bestätigen. Krankheitsbedingt trat das Team dieses Jahr nur mit sieben Spielern an. Doch immerhin die Mannschaft, die im letzten Sommer den sensationellen 4. Platz bei den United World Games erringen konnten, war vollzählig am Start.

Das erste Gruppenspiel gegen Reinbek konnte dank eines konzentrierten und engagierten Auftretens relativ deutlich gewonnen werden. Doch bereits das zweite Gruppenspiel ging gegen den absoluten Topfavouriten ETV, eine Mannschaft, die in den letzten Jahren nicht nur in Hamburg und Norddeutschland alles gewinnen, sondern auch auf den Deutschen Meisterschaften im vorderen Bereich mitspielen konnte. Erwartungsgemäß wurde dieses Spiel verloren, auch wenn die Rissener Jungs lange Zeit mithielten.

Als Gruppenzweiter traf man im Halbfinale auf den Sieger der anderen Gruppe, die VG Elmshorn. Die Elmshorner hatten sich in ihrer Gruppe jeweils im Tie-Break durchgesetzt. Die Rissener also wussten, dass dieses Team so schnell nicht aufgeben würde. Doch sie wussten auch, dass sie nur einen Sieg vom Finale und damit von der Qualifikation für die Norddeutschen Meisterschaften entfernt waren. Entsprechend konzentriert wurden die ersten Punkte gespielt und schnell ein Vorsprung erarbeitet. Zum Satzende kämpfte sich Elmshorn noch einmal heran, aber schließlich wurde der Satz zwar knapp aber verdient gewonnen. Im zweiten Satz machten sich unerklärlich Annahmeprobleme breit, sodass erarbeitete Vorsprünge in kürzester Zeit wieder negiert wurden. Und plötzlich lag man 17:22 hinten. Der Trainer stellte sich bereits auf einen Tie-Break ein, wohl wissend, dass Elmshorn bereits zwei Tie-Breaks gewinnen konnte. Doch er hatte die Rechnung ohne seine Jungs gemacht. Ihr Kampfwille war nun mit dem Rücken zur Wand wieder geweckt und eine sensationelle Aufschlagsserie brachte die 24:22 Führung und damit zwei Matchbälle. So einfach aber wollte Elmshorn nicht aufgeben und glich aus. Doch der dritte Matchball wurde von den Rissenern durch einen wuchtigen Angriff über Mitte verwandelt.

Damit waren das Finale und die Norddeutschen Meisterschaften erreicht. Doch nun wollte man mehr. Vielleicht konnte die Mannschaft noch einmal ein Volleyballwunder wie gegen Jona bei den United World Games schaffen. Das Finale wurde engagiert und motiviert gegen einen nun auch sehr stark spielenden ETV begonnen, doch schon Mitte des Satzes musste die Rissener feststellen, dass in diesem Spiel nichts zu holen war. Schließlich ließ auch die Kraft nach dem vierten Spiel an einem Tag nach, sodass der erste Satz noch relativ knapp, der zweite dann aber deutlich an ETV ging.

Doch schon bei der Siegerehrung war das Finale vergessen und der zweite Platz und vor allem die Teilnahme an den Norddeutschen Meisterschaften wurden bejubelt.